
Lenovo ThinkCentre – Schneller PC mit Intel Core i7 6700 – Silent Computer für Büro & Home Office mit 4.00 GHZ – 32 GB – 1000 GB SSD – USB3.0 – WLAN – inkl Windows 11 Pro und Office 2010#7715
Price: 439,00€
(as of Aug 06, 2026 15:06:22 UTC – Details)
Lenovo ThinkCentre M710s SFF im Detail-Test: Der leise Allrounder für Büro und Home Office
Der Markt für generalüberholte Business-PCs boomt, und das aus gutem Grund: Unternehmen tauschen ihre Hardware oft nach nur drei bis fünf Jahren Leasinglaufzeit aus, obwohl die Geräte technisch noch lange nicht am Ende ihrer Lebensdauer angekommen sind. Genau hier setzt das Angebot des Lenovo ThinkCentre M710s SFF an, das unter der Artikelnummer #7715 vertrieben wird. Es verspricht einen „schnellen PC mit Intel Core i7 6700“, der als „Silent Computer“ für Büro und Home Office konzipiert ist. Wir haben uns die technische Ausstattung, die Software-Ausstattung und das Gesamtpaket basierend auf den Herstellerangaben detailliert angesehen.
Das Konzept: Business-Qualität im Kleinformat
Das Herzstück dieses Angebots ist das Gehäuse des Lenovo ThinkCentre M710s. Die Bezeichnung „SFF“ steht für „Small Form Factor“. Mit Abmessungen von lediglich 34 cm (Tiefe) x 29 cm (Höhe) x 9 cm (Breite) ist der Rechner extrem platzsparend. Im Vergleich zu herkömmlichen Tower-Gehäusen findet er selbst auf kleinsten Schreibtischen Platz, kann hinter einem Monitor versteckt oder per VESA-Halterung (sofern nachgerüstet) direkt an der Rückseite des Bildschirms montiert werden. Die Farbe Schwarz und das schlichte, funktionale Design fügen sich nahtlos in jede professionelle Büroumgebung ein.
Ein entscheidender Vorteil des ThinkCentre-Designs ist die Wartungsfreundlichkeit. Das Seitenteil ist werkzeuglos abnehmbar. Das erleichtert nicht nur die Reinigung von Staub – ein wesentlicher Faktor für die Langlebigkeit und die versprochene „Silent“-Eigenschaft –, sondern ermöglicht auch nachträgliche Aufrüstungen, beispielsweise den Einbau einer zusätzlichen 2,5-Zoll-Festplatte oder einer Low-Profile-Grafikkarte, sollte die integrierte Grafik einmal nicht mehr ausreichen.
Der Hinweis des Händlers „shinobee“, es handle sich um ein „überholtes Lenovo Marken-Gerät in beinahe neuwertigem Zustand“, ist Standard im Refurbished-Geschäft. Wichtig ist die Zusage, dass neue Komponenten (hier primär RAM und SSD) sorgfältig eingebaut und das Betriebssystem frisch installiert wurden. Die Einschränkung „vereinzelte Kratzer möglich“ ist bei generalüberholter B-Ware ehrlich kommuniziert und technisch irrelevant.
Performance-Kern: Intel Core i7-6700 & 32 GB DDR4 RAM
Das Herzstück bildet der Intel Core i7-6700 der 6. Generation (Skylake). Mit vier physischen Kernen und acht Threads (dank Hyper-Threading) sowie einer Basistaktung von 3,4 GHz und einem Turbotakt von bis zu 4,0 GHz (daher der Titel-Zusatz „4.00 GHZ“) liefert dieser Prozessor auch heute noch eine sehr respektable Leistung für klassische Office-Arbeitslasten.
Zwar stammt die CPU aus dem Jahr 2015 und unterstützt nativ nur DDR4-2133 Speicher sowie PCIe 3.0, für die definierten Einsatzzwecke – Multitasking mit vielen Browser-Tabs, große Excel-Tabellen, ERP-Systeme, Videokonferenzen (Teams, Zoom) und Multimedia-Wiedergabe – ist sie jedoch keineswegs „langsam“. Der große Vorteil gegenüber aktuellen Low-End-Celeron- oder Pentium-Prozessoren neuerer Generationen liegt in der echten Mehrkern-Leistung und dem großen Smart Cache (8 MB), der flüssiges Arbeiten bei parallelen Prozessen garantiert.
Flankiert wird der Prozessor von 32 GB DDR4 Markenarbeitsspeicher. Dies ist eine außerordentlich großzügige Ausstattung für einen Refurbished-PC in dieser Preisklasse. Viele Neuware-Geräte im Einstiegssegment werden bis heute mit nur 8 GB oder 16 GB ausgeliefert. 32 GB sind der „Sweet Spot“ für professionelles Multitasking: Virtuelle Maschinen laufen flüssig, große Bildbearbeitungen (Raw-Entwicklung) sind möglich, und der Arbeitsspeicher wird auch in den kommenden Jahren nicht zum Flaschenhals. Da es sich um DDR4-RAM handelt, ist ein späterer Austausch oder eine Erweiterung (sofern Slots frei sind) kostengünstig und einfach möglich.
Speicher: 1 TB SSD – Geschwindigkeit und Kapazität
Die 1000 GB (1 TB) SSD ist das zweite große Upgrade-Highlight. Der Händler betont zu Recht: „Windows und Programme starten enorm schnell durch eine SSD“. Im Vergleich zu einer klassischen HDD (Festplatte) verkürzen sich Bootzeiten von Minuten auf Sekunden, Programmstarts erfolgen nahezu verzögerungsfrei, und das gesamte Systemgefühl ist „knackig“.
1 TB Kapazität bieten dabei einen hervorragenden Kompromiss. Für ein reines Office-System mit Cloud-Anbindung (OneDrive, SharePoint, Google Drive) ist das Volumen fast unbegrenzt. Auch größere lokale Datensätze, Fotoarchive oder Backups des Smartphones finden problemlos Platz. Sollte der Bedarf doch steigen, bietet das SFF-Gehäuse in der Regel Platz für mindestens eine weitere 2,5-Zoll-SSD/HDD und oft einen M.2-Slot (je nach Mainboard-Revision des M710s), was die Zukunftssicherheit erhöht.
Grafik & Konnektivität: DisplayPort, VGA und HDMI-Adapter
Die Grafikausgabe übernimmt die Intel HD Graphics 530 (integriert im i7-6700). Sie unterstützt DirectX 12 und 4K-Auflösung (4096×2304 @ 60Hz über DisplayPort). Für Office-Anwendungen, Video-Streaming (auch 4K) und Multi-Monitor-Setups ist sie absolut ausreichend. 3D-Spiele oder professionelles CAD/Rendering sind nicht ihre Domäne, aber dafür ist dieser PC auch nicht konzipiert.
Die Anschlussvielfalt ist vorbildlich gelöst. Das Gerät verfügt nativ über DisplayPort und VGA. Da moderne Monitore fast ausschließlich HDMI oder DisplayPort nutzen, legt der Händler einen HDMI-Adapter bei. Das ist ein praktisches Detail, das den sofortigen Anschluss an nahezu jeden Monitor ohne Zusatzkauf ermöglicht.
Die USB-Ausstattung ist für ein SFF-Gehäuse dieser Generation extrem großzügig: 8x USB 3.0 (4x vorne, 4x hinten). Vorne sind die Anschlüsse ideal für USB-Sticks, Kartenleser, Headsets oder das Laden von Smartphones erreichbar. Hinten finden Drucker, Scanner, Tastatur, Maus und Dockingstationen ihren festen Platz. Der USB-3.0-Standard (5 Gbit/s) sorgt für schnelle Datentransfers bei externen Festplatten.
Netzwerktechnisch ist alles an Bord: Gigabit-LAN (10/100/1000 MBit/s) für die stabile, kabelgebundene Verbindung im Firmennetzwerk oder am heimischen Router. Ergänzt wird dies durch WLAN. Der Händler verbaut einen USB-WLAN-Adapter (150 MBit/s), der laut Beschreibung „bereits eingesteckt und installiert, sofort benutzbar“ ist. Hinweis: 150 MBit/s entsprechen dem alten 802.11n-Standard (Wi-Fi 4) auf 2,4 GHz. Für normales Surfen, E-Mails und Video-Calls reicht das, für große Dateiübertragungen über WLAN ist ein kabelgebundenes LAN oder ein schnellerer AC/AX-Stick (Wi-Fi 5/6) empfehlenswert – diese lassen sich aber problemlos an den freien USB-Ports nachrüsten.
Software-Paket: Windows 11 Pro, Office 2010 & Sicherheit
Ein massiver Werttreiber dieses Bundles ist die vorinstallierte Software. Hier wird nicht nur ein „nacktes“ Windows geliefert, sondern ein arbeitsfertiges System.
Betriebssystem: Microsoft Windows 11 Professional 64 Bit.
Dies ist ein entscheidender Punkt. Der i7-6700 wird von Microsoft offiziell nicht für Windows 11 unterstützt (offiziell ab 8. Generation / Coffee Lake). Dass der Händler Windows 11 Pro „komplett mit Treibern installiert und bereits aktiviert“ ausliefert, bedeutet, dass hier ein Workaround (z. B. via Rufus/Registry beim Installieren) genutzt wurde, um die TPM-2.0- und CPU-Checks zu umgehen.
- Vorteil: Der Nutzer erhält ein modernes, supportetes OS (Support bis Oktober 2025) mit aktueller Optik, Snap-Layouts, Android-App-Support (WSA) und DirectStorage.
- Risiko: Microsoft garantiert für inoffiziell installierte Systeme keine Funktionsupdates oder Security-Patches über Windows Update zuverlässig. In der Praxis laufen diese Systeme jedoch seit Erscheinen von Win 11 stabil. Die „Pro“-Edition bringt wichtige Features wie BitLocker (Verschlüsselung), Remote Desktop (Host), Hyper-V (Virtualisierung) und Gruppenrichtlinien – essenziell für Business-Nutzer.
Office: MS Office 2010 Starter Vollversion (Word & Excel).
Hier ist Vorsicht bei der Terminologie geboten. Die Bezeichnung „Vollversion“ bezieht sich auf die Lizenzform (kein Abo, unbegrenzte Laufzeit), nicht auf den Funktionsumfang. Office 2010 Starter ist eine stark reduzierte, werbefinanzierte Version (ursprünglich für OEMs gratis). Es fehlen PowerPoint, Outlook, Access, Publisher. Funktionen wie Pivot-Tabellen, bedingte Formatierung (erweitert), VBA-Makros oder die Zusammenarbeit in Echtzeit (Co-Authoring) fehlen oder sind eingeschränkt. Der Support für Office 2010 endete am 13. Oktober 2020. Es gibt keine Sicherheitsupdates mehr.
- Einschätzung: Für private Nutzer, die nur gelegentlich Briefe schreiben oder einfache Haushaltsbücher führen, reicht es. Für geschäftliche Nutzung, DSGVO-relevante Daten oder Makro-basierte Altlasten ist dies ein Sicherheitsrisiko. Ein Upgrade auf Microsoft 365 (Abo), Office 2021/2024 (Kauf) oder den Umstieg auf LibreOffice / OnlyOffice wird dringend empfohlen.
Sicherheit: GData Internet Security (1/2 Jahr Updates).
Ein deutscher Anbieter, gute Erkennungsraten, Firewall, Banking-Schutz. Ein halbes Jahr Updates sind inklusive. Danach muss die Lizenz verlängert oder auf Windows Defender (in Win 11 exzellent) umgestiegen werden. Ein solider Startschutz.
Zugabe: E-Book „Fahrt nach Futuras!“.
Ein nettes Gimmick, das den Paketwert subjektiv erhöht, technisch aber irrelevant ist.
Garantie & Service: 36 Monate Herstellergarantie
Ein starkes Argument für den Kauf beim Händler „shinobee“ ist die 36-monatige Herstellergarantie. Im Refurbished-Markt sind 12 Monate (Gesetzliches Gewährleistungsrecht für Gebrauchtwaren beim Händlerkauf) oder 24 Monate Standard. 36 Monate signalisieren Vertrauen in die Aufbereitungsqualität und die verbauten Neuteile (SSD, RAM). Im Garantiefall entfällt die Beweislastumkehr (die sonst nach 6 Monaten greift), was dem Käufer Sicherheit gibt.
Kritische Würdigung & Zielgruppenanalyse
Für wen ist dieser PC die ideale Wahl?
- KMU & Home Office: Bedarf an zuverlässigen, leisen, kompakten Arbeitsplätzen für Standard-Anwendungen (ERP, CRM, Browser, Office-Alternativen).
- Schulen / Bildungsträger: Hohe Stückzahlen, Robustheit, einfache Administration (Intel vPro wird vom i7-6700 unterstützt, sofern das Mainboard BIOS es freigibt – beim M710s meist gegeben).
- Zweit-PC / Terminalserver-Client / Thin Client Ersatz: Lokale Rechenleistung für Remote Desktop (RDP/Citrix/VMware Horizon) ist hier überdimensioniert, aber günstig zu haben.
- Technisch versierte Privatnutzer: Die wissen, wie man Office 2010 durch LibreOffice ersetzt und Windows 11 auf inoffizieller Hardware pflegt.
Wo liegen die Grenzen?
- Windows 11 Kompatibilität: Inoffiziell. Keine Garantie auf zukünftige Feature-Updates (24H2, 25H2…).
- Office 2010 Starter: Veraltet, unsicher, funktional beschnitten. Kein vollwertiges Office-Paket.
- WLAN: Nur 2,4 GHz / 150 MBit (Wi-Fi 4). Flaschenhals bei schnellen Internetanschlüssen (>100 MBit) über Funk.
- Grafik: Kein dedizierter Videospeicher, kein Hardware-Encoding für moderne Codecs (AV1, HEVC 10-bit) – relevant für Videobearbeitung/Streaming.
- Erweiterbarkeit: Low-Profile-Slots nur, Netzteil oft proprietär (180W/210W/260W je Config), limitiert GPU-Upgrades stark.
Fazit: Solides Arbeitstier mit „Aber“ bei der Software
Der Lenovo ThinkCentre M710s SFF in dieser Konfiguration (i7-6700 / 32 GB / 1 TB SSD) ist hardwareseitig ein exzellentes Preis-Leistungs-Paket. Die Kombination aus 8 Threads, massig RAM und schneller NVMe-/SATA-SSD in einem leisen, winzigen Gehäuse mit 3 Jahren Garantie sucht im Neugeräte-Markt vergebens – man müsste ein Vielfaches zahlen.
Die Hardware ist „Office-Oberklasse“ von gestern, die heute noch locker die Mitte bedient.
Die Software-Seite trübt das Bild jedoch: Windows 11 auf nicht unterstützter CPU ist ein „Works for now“, aber keine langfristige Bank für kritische Infrastrukturen. Office 2010 Starter als „Office“ zu bezeichnen, ist marketingtechnisch grenzwertig und für Geschäftskunden aufgrund fehlender Updates ein No-Go.
Empfehlung: Kaufen Sie die Hardware. Sie ist das Geld wert. Planen Sie jedoch sofort ein: Installation eines aktuellen Office (LibreOffice kostenlos / MS Office Kaufversion / 365 Abo) und Budget für einen schnelleren USB-WLAN-Stick (Wi-Fi 6) ein. Wer das tut, erhält für wenig Geld einen extrem langlebigen, leisen und leistungsfähigen Business-PC, der die nächsten 3–5 Jahre im Büro-Alltag nicht schwitzen wird. Die 36 Monate Garantie von shinobee decken das Restrisiko der Generalüberholung dabei sehr fair ab.